Mikroplastik – kompakt zusammengefasst

In der letzten Woche haben wir über Nachhaltigkeitsthemen aus dem Badezimmer berichtet. In vielen Kosmetik- und Toilettenartikeln ist dabei auch Mikroplastik enthalten, über welches in den Medien und in der Werbung häufig gesprochen wird. Wir geben heute die wichtigsten Randinformationen zu Mikroplastik und seinen Auswirkungen auf unser Ökosystem.

Was ist eigentlich Mikroplastik?

Mikroplastik bezeichnet Kunststoffpartikel, die kleiner als fünf Millimeter sind.

Wo kommt Mikroplastik her?

Mikroplastik kann entweder bei der Produktion eines Produkts entstehen (z.B. bei Kosmetik, Shampoo, Cremes) oder bei der Nutzung des Produkts (z.B. Reifenabrieb, Faserabrieb bei der Textilwäsche). Das Mikroplastik gelangt über das Abwasser und die Kläranlagen ins Ökosystem, da einerseits nur 90 – 97 Prozent der Partikel in der Kläranlage herausgefiltert werden können, und andererseits viele Partikel über den Klärschlamm, der als Dünger genutzt wird, auf Landwirtschaftlichen Flächen landen. In der Natur entsteht zusätzliches Mikroplastik, wenn dort abgelagerte, größere Plastikartikel beginnen, sich zu zersetzen.

Wo gelangt Mikroplastik hin?

Mikroplastik ist ungefähr überall zu finden. In unseren Gewässern, im Boden, in der Luft bis hin zum Schnee in der Antarktis – in beinahe jedem Bereich des Ökosystems Erde konnte bereits Mikroplastik nachgewiesen werden.

Was ist das Problem an Mikroplastik?

Mikroplastik ist so klein, dass es für uns Menschen kaum sichtbar ist, und wird deshalb nicht so leicht bemerkt und kann auch schwer aufgefangen werden. Es wird in der Natur so langsam abgebaut, dass die genaue Abbaudauer in vielen Fällen noch gar nicht wissenschaftlich bestimmt werden kann. Welche genauen Folgen Mikroplastik für die Umwelt und unsere Gesundheit hat, wird aktuell noch in ausführlichen Studien untersucht. Jedoch ist bereits klar, dass Mikroplastik, besonders in den Ozeanen, schnell in die Nahrungskette gelangt. Bei Miesmuscheln konnten beispielsweise Entzündungsreaktionen unter Einfluss von Mikroplastik nachgewiesen werden. Das Umweltbundesamt konnte außerdem belegen, dass sich an Mikroplastik Schadstoffrückstände von Pestiziden und anderen giftigen Substanzen ablagern können, die dann ebenfalls in die Nahrungskette und unseren Wasserkreislauf gelangen.

Quelle:

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/ressourcenschonung/kunststoffe-und-bioplastik/25222.html

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